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Soziale Medien in den Ferien
Die Sommerferien bieten Jugendlichen die Chance, abzuschalten und neue Energie zu tanken. Doch statt im Badesee zu entspannen, verschwinden viele stundenlang in sozialen Medien – mit möglichen Folgen für Schlaf, Selbstwert und psychische Gesundheit. Experten des Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit (DZPG) erklären, worauf Eltern achten sollten.
Studien zeigen deutliche Zusammenhänge zwischen intensiver Social-Media-Nutzung und psychischen Belastungen wie depressiven Symptomen, Körperunzufriedenheit, Ängsten und Schlafproblemen. Besonders riskant ist eine Nutzung, die passiv, lang, spät am Abend oder kaum kontrollierbar ist. Jugendliche, die sich ständig vergleichen, nachts nicht abschalten können oder nach dem Scrollen regelmäßig schlechter gelaunt sind, sollten ihr Nutzungsverhalten hinterfragen.
Ein weiteres Problem: In den Ferien fluten perfekte Bilder von Reisen, Strand oder neuen Outfits die Feeds. Diese Vergleiche können das Selbstwertgefühl und Körperbild belasten – besonders bei Jugendlichen, die ohnehin unsicher oder psychisch belastet sind. Zudem kann die asynchrone, sprachbasierte Kommunikation in sozialen Medien das Gefühl echter Verbundenheit nicht ersetzen. Selbst stundenlanges Chatten kann Einsamkeit nicht vertreiben.
Psychische Belastungen können langfristig zu Erkrankungen führen, die nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Leistungsfähigkeit und damit die Absicherung im Erwachsenenalter beeinflussen. Präventive Maßnahmen, wie sie das DZPG vorschlägt, können dazu beitragen, spätere Versicherungsfälle zu vermeiden.