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Aggressives Verhalten im Straßenverkehr nimmt weiter zu
Eine aktuelle Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV) zeigt, dass das Verkehrsklima in Deutschland rauer wird. Fast alle erfassten Werte für aggressives Verhalten haben sich seit 2023 verschlechtert.
Laut der UDV-Studie reagieren 55 Prozent der Autofahrenden sofort, wenn sie sich über andere ärgern. 47 Prozent drängeln, wenn der Vordermann vermeintlich zu langsam fährt, und 32 Prozent scheren nach dem Überholen so dicht ein, dass der Überholte bremsen muss. Auch Radfahrende zeigen zunehmend riskantes Verhalten: 43 Prozent erzwingen die Vorfahrt, 48 Prozent überholen Autos auch mal links oder schlängeln sich durch den Verkehr.
Auffällig ist die Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung: 92 Prozent der Autofahrenden geben an, Radfahrende besonders rücksichtsvoll zu überholen, gleichzeitig beobachten 86 Prozent, dass andere zu eng überholen. Ähnlich verhält es sich bei Radfahrenden. Zudem nimmt die Ablenkung durch Smartphones am Steuer zu – besonders bei jüngeren Fahrenden.
Die UDV fordert schärfere Kontrollen und Sanktionen, um das Verkehrsklima zu verbessern. Verkehrsplaner und Psychologen sollen Konzepte für ein rücksichtsvolleres Miteinander entwickeln.
Mit der Zunahme aggressiven Verhaltens steigt das Unfallrisiko. Eine umfassende Kfz-Versicherung, die auch Schäden durch Fremdverschulden abdeckt, kann hier finanziellen Schutz bieten. Zudem lohnt es sich, das eigene Fahrverhalten zu reflektieren und defensiv am Straßenverkehr teilzunehmen.