News
Experten erwarten durch Künstliche Intelligenz vor allem veränderte Arbeit
Fachleute sehen in Künstlicher Intelligenz derzeit weniger einen massenhaften Arbeitsplatzabbau als eine tiefgreifende Veränderung von Tätigkeiten und benötigten Kompetenzen. Entscheidend seien Qualifizierung, gute Arbeitsabläufe und ein verlässlicher rechtlicher Rahmen.
Bei einem öffentlichen Fachgespräch des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung und Zukunftsfragen bezeichneten Experten Künstliche Intelligenz vor allem als Veränderungstreiber. Nach ihrer Einschätzung könnten sich Arbeitsplatzverluste und neue Beschäftigungsmöglichkeiten derzeit in etwa ausgleichen. KI werde Arbeit in vielen Fällen nicht vollständig ersetzen, sondern bestehende Tätigkeiten ergänzen und verändern.
Eine zentrale Voraussetzung für die erfolgreiche Nutzung sei Vertrauen. In Unternehmen reiche die Haltung der Beschäftigten von großer Zustimmung bis zu deutlicher Skepsis. Die Herausforderung bestehe darin, die Vorteile der Technologie zu nutzen, ohne durch unklare oder übermäßige Vorgaben zusätzliche Bürokratie und Kosten zu verursachen.
Besonders wichtig sei die Aus- und Weiterbildung. Neben technischen und datenbezogenen Kenntnissen gewännen branchenspezifische Fähigkeiten an Bedeutung. Gleichzeitig würden überfachliche Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Kommunikation und Kreativität wichtiger. Diese sogenannten Soft Skills könnten zu entscheidenden Voraussetzungen für die Arbeitswelt der Zukunft werden.
Die Experten warnten davor, KI unabhängig von den betrieblichen Rahmenbedingungen als automatischen Produktivitätsschub zu betrachten. Entscheidend seien funktionierende Arbeitsabläufe, klare Verantwortlichkeiten, geeignete Daten, gute Führung und qualifizierte Beschäftigte. Auch die Berufsbezeichnungen dürften sich zunächst weniger stark verändern als die konkreten Aufgaben innerhalb eines Berufs.
Für Beschäftigte kann der technologische Wandel Auswirkungen auf Arbeitsplatzsicherheit, Einkommen und berufliche Perspektiven haben. Damit gewinnt auch die persönliche Absicherung an Bedeutung. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann beispielsweise grundsätzlich darauf ausgerichtet sein, das Einkommen bei gesundheitsbedingter Berufsunfähigkeit abzusichern; sie schützt jedoch nicht vor einem Arbeitsplatzverlust infolge einer betrieblichen Umstrukturierung. Gegen wirtschaftliche Folgen eines Stellenabbaus bieten private Versicherungen in der Regel keinen allgemeinen Ersatz. Umso wichtiger ist eine realistische Einschätzung des individuellen Absicherungsbedarfs. Wir unterstützen Sie dabei gerne.